Also… pass auf! Wer auch immer Kinder hat, ist vielleicht schon mal durch diese Hölle gegangen. Also gut, wenn man Ansprüche hat. Ich behaupte, ich habe Ansprüche und zwar wenn es um “elektronische Geräte” geht. Ob für mich oder mein Kind - ist dabei unerheblich… abe der Reihe nach.
Das erste wirklich “große” elektronische Gerät, dass ich meinem Kind gekauft habe, war eine Digitalkamera. Es sollte nicht so ein billiger Plastikkasten sein. Ich finde, dass auch kleine Kinder schon gut mit der Technolgie umgehen können. Kamera an, auslösen fertig.
Nun muss ich gestehen, dass ich zwar ewig gesucht und viele Rezensionen gelesen habe, aber nur eine Kamera dann wirklich gekauft und “getestet” habe: die “Kinder Kamera” von Kriogor . Ja gut, werdet ihr jetzt sagen, selber Schuld. Das klingt schon nach billigem Elektroschrott. Tja nun, die Rezensionen waren vielversprechend, da war von 1080p Display die Rede und 16 MP Auflösung. Ein bisschen was verste ich von der Fotografie also… naja, ich wurde enttäuscht. Die Bildqualität war mies, das Handling war mies, der Akku war nach 6 Monaten hinüber.
Es gibt Handys für 200 Euro, die haben die allerschärfsten Kameras verbaut. Aber die Hersteller schaffen es nicht, eine Kinderkamera in einer akzeptablen Qualität zu produzieren? Nagut… weiter geht es mit…
… einer Smartwatch! Zu erst bin ich hier auf Xplora gestoßen. Die Auswahl ist zwar extrem groß, aber für mich gab es ein paar Einschränkungen, wie die Datenhaltung in Deutschland.
Tja nun, was soll ich sagen. Xplora machte schon direkt nach dem ersten Auspacken einen ziemlich miesen Eindruck. Die Aktivierung war überkompliziert und schlecht beschrieben. Es gab zwar einen Consent-Banner, doch trotzdem werden zahlreiche Tracking-Pixel schon vorher geladen. Links zur Android-App waren veraltet. Formulare die nicht komplett übersetzt waren, mal Du mal Sie. Der Live-Chat war wegen Wartungsarbeiten down und last but not least kam nur die Hälfte der Bestellung an und der Rest wurde selbst nach Wochen nicht geliefert. Dass die Uhr und die Smartphone-App dann auch noch die mieseste UI hatten, die man sich so vorstellen kann, rundeten das Bild ab.
Also zurück mit dem Kram und eine Alternative gesucht. One2Track! . Auch hier wird dir auf der Webseite einiges versprochen. Die Lieferung ging schnell und unkompliziert und zumindest die Aktivierung ging einfach vonstatten.
Aber die Android-App und die Uhr… (╯°_°)╯︵ ┻━┻
Die Kamera-Qualität ist unterirdisch. Selbst bei normalen Lichtverältnissen ist schlicht nichts zu erkennen. Das als Feature zu verkaufen ist schlichtweg eine Frechheit. Die Anzahl der Fotos, die das Kind machen kann, ist stark beschränkt. Und wie bekommt man die Fotos dann gesichert? Im Prinzip… gar nicht. Sprachnachrichten dürfen nicht länger als 14 Sekunden sein. Das ist absurd. Video-Calls werden nach 2 Minuten abgebrochen. Das ist absurd, sollen also wohl eher als “Notfall-Feature” gedacht sein und nicht zum schwatzen. Aber dafür ist die Qualität bei weitem nicht ausreichend. Der Chat funktioniert nur für alle Vetrauenspersonen gleichzeitig. Es gibt zwar einen Button für “Private Chats” - aber diese Funktion ist nicht unterstützt. Warum? Während man mit der Anio noch Bilder schicken können, beschränkt sich die Funktion hier auf Text und Sprachnachrichten - also, für die App. Das Kind kann Fotos schicken.
Das UI der App ist von der Sorte, bei der man sich fragt: Leute, habt ihr die App mal selber in die Hand genommen und damit einfache Aufgaben erfüllt? I doubt it Warum ist es so schwierig, für Kinder vernünftige, elektronische Geräte zu entwickeln. Warum muss man sich als Konsument mit diesem billigem Elektroschott rumärgern? Warum feiern die Unternehmens sich dann noch selber mit “wir haben endlich die beste Kinder-Smartwatch auf den Markt gebracht”! Nein, habt ihr nicht. Ihr habt gehört, dass man Eltern das Geld aus den Taschen ziehen kann, also bringt ihr diesen lieblos gestalteten Trödel auf den Markt.
Rant Ende.