Den korrekten MySQL ODBC-Treiber für deinen Linux-Server installieren

Wenn du denkst, du hast alles richtig gemacht, nachdem du einer der halb vollständigen Anleitungen da draußen gefolgt bist, und dann wirst du nach der mühseligen Installation von ein paar ODBC-Treibern doch mit der folgenden Fehlermeldung begrüßt:

Doch tatsächlich existiert die Datei. Die Fehlermeldung ist nur etwas unpräzise und vermutlich hast du die falschen Treiber heruntergeladen. Damit dir das nicht noch mal passiert, hier eine endgültige, hoffentlich vollständige Anleitung zur Installation der MySQL-ODBC Treiber (unter Ubuntu, aber leicht übertragbar auf andere Distributionen):

Die richtige Treiber-Version herunterladen

Zunächst musst du herausbekommen, welche Betriebssystem-Version du nutzt. Das funktioniert mit:

Außerdem benötigst du noch deinen Architektur-Typ, also 32- oder 64bit. Wenn LSB diese Info nicht liefert, kannst du folgendes probieren:

Mit diesen Informationen ausgestattet, besorgst du dir nun die passenden Treiber-Dateien von https://dev.mysql.com/downloads/connector/odbc/ – ich gehe mal davon aus, dass du die aktuellste MySQL-Version benutzt und deshalb auch die Treiber in der Version 8 benötigst.

Kopiere dir am besten den Download-Link, damit du das Archiv direkt auf dem Server mit wget herunterladen kannst, z.B. so:

Die Treiber installieren und registrieren

Wenn der Download beendet wurde, entpackst du die Datei mit den folgenden Befehlen und wechselst danach in das soeben entstandene Verzeichnis:

Nun kopierst du das Installations-Script – was du vermutlich nicht benötigen wirst – und die Treiber-Dateien in die entsprechenden Ordner:

Das war es schon fast. Als nächstes musst du die Treiber noch “anmelden”. Mit diesem Befehl bekommst du heraus, wo sich die Einstellungs-Datei für ODBC befindet.

Es kann durchaus sein, dass die Datei für die Treiber (/etc/odbcinst.ini) noch nicht existiert, dann legst du sie einfach an und ergänzt die folgenden Zeilen:

Wie du siehst, steckt dahinter keine Raktentechnologie und in den meisten Fällen dürften diese Grundeinstellungen ausreichen. Du kannst die Datei natürlich noch ausbauen, eine ganze Menge zusätzlicher Parameter festlegen und nicht nur für MySQL nutzen (siehe hier).

Die Funktionalität testen

Zum Abschluss kannst du folgendermaßen prüfen, ob die Einrichtung funktioniert hat. Wie du siehst, referenzierst du die oben registrierten Treiber:

Sollte der Aufruf mit der folgenden Fehlermeldung quittiert werden, prüfe zunächst, ob die Datei vorhanden ist. Wenn dem so ist, ist es möglich, dass du oben die falschen Architektur oder Version der Treiber ausgewählt hast – auch dann beschwert sich isql, dass die Datei “nicht gefunden werden kann”:

Ansonsten solltest du auf die Konsole von deinem MySQL-Server gelangen, die in etwa so aussieht – und dann hast du alles richtig gemacht:

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