wad - we are doomed
Tech Bros und die Medienindustrie
Amazon hat die Produktion von “Artificial” gestoppt . Der Film befasst sich kritisch mit der Rollen von Sam Altman. Der Film wurde von MGM produziert und das Studio gehört Amazon. Außerdem hat Amazon erst vor kurzem ein paar Milliarden Dollar in OpenAI investiert. Bestimmt nur Zufall. Es gibt aber ein Happy End, dank des Indie-Studies Neon wird der Film wohl doch noch in die Kinos kommen.
Leider kein Einzelfall. Eine kritische Doku von Alex Gibney über Elon Musk wurde beim Venice Film Festival gefeiert. Trotzdem bekommt Universal Pictures kalte Füße und zögert die Veröffentlichung hinaus . Bestimmt nur Zufall.
Mal sehen welche Zufälle uns bei A24 erwarten. Das Studio ist für Technologie-kritische Filme bekannt, wie z.B. Alex Garlands “Ex Machina”. Und neulich ist Google da mit eingestiegen. Zum Glück lautet derern Slogan “don’t do evil”.
Ein Studio lässt sich aus kaum aus dem Silicon Valey beeindrucken: Sony Pictures. Dessen “The Social Reckoning” betrachtet den Werdegang von Mark Zuckerberg. Der Film kommt diesen Herbst in die Kinos und geht nicht gerade gnädig mit Meta und seinem Gründer ins Gericht. Sony Pictures hat angeblich auch schon Post von Meta erhalten. .
Charmoffensive von Spotify
Spotifys Ruf hat stark gelitten. Ich bin ja sowieso schon mega genervt davon, dass ich trotz Abo noch Werbung ausgespielt bekomme und dass die UX der App einfach scheusslich ist (das wäre mal einen eigenen Beitrag wert). Nun legt man noch mal nach, auf der Suche nach Umsatz: Die Plattform entwickelt sich immer mehr von einem reinen Musik-Streaming-Dienst zu einer “audiovisuellen Unterhaltungsplattform”. KünstlerInnen, die nur Audio anbieten, werden ab sofort systematisch benachteiligt, O-Ton :
“Daher stellen wir Titel in personalisierten Empfehlungen häufiger mit Videos in den Vordergrund.” heißt es in einer Pressemitteilung .
KleinkünstlerInnen duldet Spotify jetzt schon nur, damit man man sagen kann, man hätte über 100 Mio. Songs zu bieten. Davon 80% Kleinkünstler und 19% KI-Slop?
KI in der Spieleindustrie
Den Buchmarkt hat KI schon erfolgreich zerstört. . Beim Musik-Markt ist es ähnlich (Hey Spotify, kümmert euch doch vielleicht mal um die wichtigen Dinge?). Bei YouTube und Instragam sieht es ähnlich düster aus . Überraschende Money-Quote hier übrigens:
Menschen lehnen KI zunehmend ab.
No shit Sherlock.
Wie dem auch sei, nun erwischt es die Spieleindustrie. Auf Twitter (angeblich X) häufen sich berichte darüber, wie einfach es ist mit Opus 5.5 Spiele zu erstellen. Auch auf Reddit macht der Hype seine Runde. Jede Woche brüstet sich jemand damit, irgendwelche Spiele mit KI programmiert zu haben.
Ich werde nicht behaupten, dass mich das überrascht. Ich bau hier und da mal kleinere Spiele zum Zeitvertreib. Und ich bin begeistert von den Möglichkeiten: Du musst dich nicht mehr mit Ad-verseuchten Spielen mit durchschaubarer Monetarisierung und Mechaniken rumschlagen, du baust dir dein Spiel einfach selbst. System ausgedribbelt!
Ein paar “gewitzte” Köpfe pervertieren das System mal wieder. Und so nimmt der KI-Slop auch bei den Spielen langsam zu.
Das geht wohl so weit, dass Spiele nachgebaut und deren EntwicklerInnen erpresst werden . Der Tweet beschreibt übrigens ganz gut, was die KI-Slop-Spiele von den “echtenn” Spielen unterscheidet: Seele. Ich leg’ noch einen drauf: Was KI noch fehlt, ist der Sinn für Ästhetik.