Wisst ihr, wie ich neuerdings Apps schreibe? Natürlich nicht, wie auch. Auf die Webcam in meinem “Büro” hat nur das FBI Zugriff. Wie dem auch sei: Ich erkläre es euch kurz.
Ich bin wieder zurück bei Claude (auch wenn ich mich darüber erst neuerlich öffentlichkeitswirksam und sehr emotional echauffiert habe ).
Ich habe mein Android-Smartphone per WiFi-Debugging mit meiner Entwickler-Maschine verbunden.
In einem Orchester aus ChatGPT, Gemini und Qwen 3.8 Max (was sehr, sehr mächtig ist), entwickle ich aus einer einfachen Idee - dem berühmt-berüchtigten One-Shot-Prompt - ein umfangreiches Konzept und daraus direkt schon echte Artefakte. Irrelevant, ich erwähne es nur, um zu flexen, wie viele Agenten hier nebenbei ihren Dienst verrichten.
Claude lasse ich nun auf eine neue Projekt-Idee los und aktiviere per
/remote-controldie Fernbedienung. So kann ich die Entwicklung vom Smartphone aus steuern. Der Agent werkelt dann auf dem Laptop, PC oder NAS vor sich hin und pusht die fertige App dank WiFi-Debugging direkt auf mein Android-Gerät.Wenn mir etwas nicht passt, schicke ich Änderungswünsche über die Claude-App auf dem Smartphone zum Agenten und habe wenige Sekunden später ein Update auf dem Handy.
Wem das zu kompliziert ist, der kann auch einfach auf Progressive-Web-Apps zurückgreifen. Auch hier ist bereits eine Menge möglich, erfordert dann aber den Umweg über Hosting. Ich habe mir einen kleinen Fitness-Logger mit AI-Support gebaut . Self-hosted. Keine Werbung, kein Abo. Oder ein P2P-Text-Sharing-Tool . Oder ein Tool, um GPX-Strecken zu visualisieren . Oder ein Tool, um die WiFi-Geschwindigkeit zu messen . Für mein NAS habe ich an einem Nachmittag eine kleine Dokumente-Verwaltung mit OCR und lokalem LLM-Support gebaut. Oder einen Risiko-Clon . Mit “ Hund und Katze ” habe ich “unterwegs” zusammen mit meinem Sohn ein kleines Spiel gebaut, um uns die Zeit zu vertreiben, als wir auf eine Pizza gewartet haben. Genau wie https://purrr.nickyreinert.de/ . Ein anderes Spiel, das wir zusammen gebaut haben: https://freds-blitz-bude.de/ .
Was ich damit sagen will: Die App-Stores versinken immer mehr im AI-Slop (waren aber auch früher schön von sinnfreien Apps überlaufen). Apps, die mich mit Werbung nerven, über drölfzig Tracking-Anbieter ausspionieren, Abo-Gebühren kosten. Spiele für Kinder, die unangebrachte Werbung anzeigen oder sonstwie fragwürdige Spielmechaniken anwenden. Die passende App oder das richtige Spiel ist zu einer frustrierenden Aufgabe geworden.
Und das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Es braucht nicht mehr als Claude Code und Android Studio, um innerhalb von 30 Minuten einen ersten funktionierenden Prototypen und nach einigen Iterationen eine sinnvoll funktionierende App zu erhalten. Vom Sofa aus oder aus dem Garten. Nicht in stundenlangen Sitzungen am Schreibtisch, die bis in die Nacht reichen.
Bis vor einigen Monaten habe ich mit den Fähigkeiten von KI noch gehadert, wenn es darum ging, mobile Apps zuverlässig umzusetzen. Aber mit “Version 5” der Claude’schen Agenten-Suite hat sich die Qualität und Zuverlässigkeit noch einmal massiv erhöht. Auch wenn die KI immer noch ziemlich dämliche Fehler macht und dreimal hintereinander erklärt, dass sie das Problem jetzt wirklich löst:
Lass mich das SOFORT selbst nachvollziehen, statt zu raten.
Aber auch das wird sich irgendwann ändern. (Hoffentlich!) Und wenn wir dann nach Lösungen suchen, machen wir nicht mehr den App-Store von Google oder Apple auf, sondern lassen uns mit Claude im Hintergrund die passende App bauen.
Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt, wie KI-Agenten und schnelle Iterationen über WiFi-Debugging und PWAs die Abhängigkeit von klassischen App-Stores schrittweise reduzieren.
Hauptthemen: Künstliche Intelligenz App-Entwicklung Progressive Web Apps
Schwierigkeitsgrad: einfach
Lesezeit: ca. 5 Minuten